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Freitag, 2. Januar 2009

Brot backen in der Neujahrsnacht




Einem altem Brauch folgend, führt das Backen in der Neujahrsnacht dazu, dass im kommenden Jahr das Brot nicht ausgeht.....
Außerdem hat so ein Brot, welches im alten Jahr begonnen und im neuen vollendet wurde sowieso etwas besonderes.....
Trotz allem Silvestertrubel im Haus entstand "nebenbei" ein Neujahrsbrot.
Frohes Neues Jahr !


Mehr zu meinen Broten und speziell zum Backen mit gekeimtem Korn

in diesem kleinem Büchlein.

In Farbe : 17,50€ ( der Druck ist leider so teuer)

Schwarzweiß 7,50 € ( tut es auch, Fotos sind nicht so schön)




Bestellung Mail an : info(at)pensionseeadler.de


Montag, 15. Dezember 2008

In der Weihnachtsbäckerei



Alle Jahre wieder ...... werde ich nun Lebkuchen selber backen.
Auch das gehört in die Kategorie " Hätte ich schon früher gewusst, wie einfach das geht"
Wir backen vollwertig.
Das heißt auch Nüsse und Mandeln hacken und selber mahlen.
Mit Bio-Nüssen und Mandeln habe ich dazu gute Erfahrungen gesammelt.
Für ein Backblech ca. 35 x 45 cm:
200 g Mandeln
200 g Haselnüsse
200 g Emmer
200 g Sonnenblumenkerne
getrocknete Schalen von je 3 Mandarinen und 1 Zitrone
2 EL Koriander, 2 EL Anis, 12 Pimentkörner, 1 EL Kardamom,1 EL Zimt,2 Päckchen Vanillezucker
alles fein mahlen,
150 g Erdmandeln , gemahlen
300 g Honig
350 ml Pflaumenmus ( Volkers Pflaumenmus, selbst gemacht)
zu einem Teig verrühren
10 Eier trennen, Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter die Masse heben
Ca. 2 cm dick auf das mit Backpapier ausgelegte Blech aufstreichen.
Im nicht vorgeheizten Herd mit 150 Grad anbacken, nach 20 Minuten auf 130 Grad
stellen, Backzeit ca. 1 Stunde
Nach dem Backen und Auskühlen kann der Lebkuchen noch mit Schokolade
überzogen werden. ( z.Bsp. Zartbitter Kuvertüre von Rapunzel)
Entweder vollflächig oder "sparsamer" in dünnen Linien.
Die weißen Flocken oben auf sind Hanfsamen.
Weihnachten im Haus Seeadler zu probieren.
Bis dahin eine schöne Adventszeit!




Montag, 24. Dezember 2007

Braune und Weisse Pfeffernüsse : Frohe Weihnachten


Stille Nacht, Heilige Nacht. Ich bin wieder auf dem Darss und hier ist es zumindestens an Weihnachten ziemlich still. Es ist so still, dass man gut Distanz zu heute üblichem Weihnachtskult und Kommerz finden kann.
Mit der Distanz geht es in diesem Jahr schon gut los, weil ich die Weihnachtstolle, nein den original Dresdener Christstollen zu hause vergessen habe. Dabei hieß unser Weihnachtsmotto im Seeadler lange "Stolle zum Frühstück..". Damit war auch gemeint etwas später zu frühstücken als sonst.
Vor kurzem gab es sogar eine Fernsehsendung mit Uwe Steimle zum Thema : " Weihnachten ohne Stolle ist wie.."
Da dachte ich noch, das kann mir dieses Jahr nicht passieren .....

Alle Jahre wieder, nehme ich an diesen Tagen ein liebgewonnenes Buch über Weihnachtsbräuche in Mecklenburg und Vorpommern zur Hand. Es heißt " Schimmelreiter, Knapperdachs und Weihnachtsmann" und Henry Gawlick hat es geschrieben.
Vor Hundertfünfzig Jahren feierte man Weihnachten auch hier noch ganz anders als heute.
Raue Gesellen wie Rugklaas, Bullkater oder Kinnjes, begleitet von Schnappbock und Schimmelreiter suchten die Menschen mit allerlei derben Späßen heim.

Diese verkleideten Gestalten erhielten übrigens Geschenke anstatt sie zu verteilen !

Aha, später gab es ja von Otto einen Sketch, wo die Fee drei Wünsche frei hatte. Vermutlich geht das auch darauf zurück.

Über alle sich wandelnden Bräuche und Inhalte von Weihnachten und seinen Vorgängerfesten spielte immer auch der Zyklus von Festen und Fasten eine große Rolle.
Nach Martini am 11.11 begann ab 14. November die alte sechswöchige Fastenzeit vor Weihnachten......
Weihnachten selbst, wie auch zu anderen Festen, ging es dann ans große Futtern.
" Wiehnachtsabend ist Vullbuksabend" lautete die Devise, früher wie heute.
Was aß die ärmere Landbevölkerung zu dieser Zeit, welche Leckerein wünschten Kinder sich vor 100 Jahren ?

Pfeffernüsse und Äpfel.
Es gab braune und weiße Pfeffernüsse.



In einem Rezept für "Stralsunder Pfeffernüsse" aus dem Pommerschen Kochbuch von 1925 heißt es :
"2 Pfund Sirup und 2 Pfund Zucker werden gekocht, 50 Gramm Pottasche in Wasser aufgelöst dazu getan,
5 Pfund Weizenmehl schüttet man in eine tiefe Schüssel, pflückt 200 g Butter darunter und gießt den kochenden
Sirup und Zucker darüber und rührt vorsichtig durch.
Dann stößt man 8 Gramm Nelken, ebensoviel englisch Gewürz, 16 g Zimt, 8 Gramm Kardamom, 4 Gramm Muskatblüte, reibt 2 Zitronen ab, und knetet dies alles in den Teig, von dem mann fingerdicke Rollen macht, die Nüsse abschneidet und in mäßiger Hitze bäckt."

Englisch Gewürz könnte eine Jauch-Frage sein. Selbst bei Tante Google muss man noch etwas intensiver suchen um herauszufinden, das damit Piment gemeint ist.

Mit der angebenen Menge kann man sicher eine mindestens 20 köpfige Familie bebacken.
Ich habe es auf 350 Gramm Mehl runtergerechnet, was eineinhalb Herdbleche ergab.

Die Rezepteangaben für weisse Nüsse sind etwas spärlicher gehalten, aber in der Formulierung sehr interessant.
Pfeffernüsse weiße von 1893 : 2 Pfd. Mehl, 24 Pfg, 2 Pfd. Zucker 64 Pfg., 1 Citrone, Mandeln 30 Pfg.,
8-10 Eier, 1 Erbse groß Hirschhorn, 15 Pfg,
1 Paket Backpulver, umkehren in Ei und Hagelzucker
Gelesen, gebacken und schon hat man eine historische Leckerei zum Buch.



Warum das Gebäck nun Nüsse heißt wird auch verständlich. Die braunen Pfeffernüsse werden bei diesem Rezept nach dem Erkalten steinhart. Also eine Nuss zum knacken. In einer Dose mit einem Apfel deponiert
könnten sie bis Ostern auch wieder weich werden.

Was wegen der vergessenen Stolle über Weihnachten auch nicht hilfreich ist.
Die Lösung für dieses Problem findet sich auch in der Heimat des Stollen.
Was macht nur der Sachse im fernen Vorpommern zu Weihnachten ohne Stolle und mit harten Pfeffernüssen ?

Nun, er ditscht sie in den Gaffee. Süße sinse ooch.

Wie die Glocken, die nun klingen.


Frohe Weihnachten !
Merry Christmas ! Vrolijk Kerstfeest!Joyeux Noel !Buon Natale !God Jul !Feliz Navidad !

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Kuchen im Glas : Weihnachten zum Aufheben


" Hätt ich dich heut erwartet, hätt ich Kuchen da" singt Erni in der Sesamstraße und nun werdet ihr kichern und sagen, na die seltsamen Stimmen in der Küche sind ja immer noch da.
Und wenn der Schnauz das singt klingt es so : ? Nö, quatsch, so ein Professor aus der
Feuerzangenbowlezeit hätte sich natürlich nicht persönlich um Kuchen gekümmert.......

Im Sommer las ich bei Delicious Days den Post zum "Poppyseed Cake, baked with love" und
daher also die Idee mit Erni und Bert und dem Weihnachtskuchen im Glas.
Da wird natürlich im Original gesungen und das ist dann " If i know you´r were coming, i´d have baked a cake"
Soweit eine englische Miniversion dieses blogs vor Weihnachten.

....und hier kommt der Rum an den Kuchen .....


Ausprobieren muss man ggf. den Füllungsgrad der Gläser, um den Teig beim Backen nicht zu
hoch steigen zu lassen.
Hier wurden die Gläser etwa zu 60 % gefüllt.






Dienstag, 18. Dezember 2007

Rumtopf und vorweihnachtlicher Küchenspuk


Die Zukunft gehört immateriellen Produkten.
Ein blog ist immateriell, Harry Potter und der Weihnachstmann sind es auch.
Beinahe hätte ich auch nur aus dem Gedächnis über Rumtopf schreiben können,
denn leider wollte ich in diesem Erdbeerenmai noch nicht an den kommenden Winter
und damit den Ansatz eines solchen Töpfchens denken.
Überhaupt war das Wetter Ende Mai auch viel eher geeignet die Erdbeeren so zu essen,
oder auf einer Erdbeertorte und meinetwegen auch bitte mit Sahne.
Leider fehlt es auch an dem obligatorischen Rumtopf.
Zur Zeit gibt es da ja Wahnsins-Angebote, bei Ebay zum Beispiel.
Die dümpelnden Angebote liegen so um einen Euro und statt hier immateriell zu philosophieren, könnte ich in den nächsten Minuten die Modelle " Gmunder Keramik :
Rosa Tupferl" oder " Früchte-Dekor – Edel 70 er" , wie auch ein "gutes, graublaues Erbschaftsstück aus Dachbodenfund" 1-2-3 einheimsen.
Vor Weihnachten will ich aber solche Ausgaben nicht mehr tätigen und wer weiß,
vielleicht liest ja das Christkind diesen blog als Wunschzettel.....



Wie ich da neulich also auf dem Weihnachtsmarkt bin, tippt mir der seelige Professor
Schnauz aus der Feuerzangenbowle und heute vielleicht für alkoholische Immaterialisierung
zuständig, auf die Schulter und raunt mir zu : "Los, kauf dem das da mal ab"
Sie wissen doch, das war der mit der alkoholischen Gärung und naja :
" Die alkoholische Gärung, oder die Gärung des Alkohols erzeugt Gärung, die alkoholische Gärung".....
Dann stand das Glas in der Küche und ich überlegte, wann ich es wagen sollte Professor Creys Geist wieder heraus zu lassen ?
Befragt man Tante Googel zu günstigen Zeitpunkten dafür, erfährt man neben so allgemeinen
Angaben wie " im Winter wenn es kalt ist" auch ein konkretes Datum : Der Nikolaustag.
Nun, der war einerseits schon um und andererseits, die Haltbarkeitsangabe 12-2008 signalisiert, auch so ein Rumtopfglas hat nicht das ewige Leben.
Was, wenn das Glas runter fällt oder womöglich schmeckt das Zeugs gar nicht, oder der Schnauz will die Feiertage aus dem Pott raus? Kaum hat man so was im Haus, schon
fallen einem tausend Gründe ein, es auszuprobieren...






Manchmal ergeben sich auch einfach glückliche Umstände aus der Nutzung vorhandener Möglichkeiten.
Was tun, wenn es Sonntagnachmittag ist, und zum Backen eines weihnachtlichen Kuchens
zwingend die Zugabe von Rum gefordert ist und solcher in Flaschenform nicht im Hause?
Wir sind uns doch einig, beim Backen müssen Rezepte immer strengstens befolgt werden,
raunt Schnauz aus dem Glas...
Oder war das nur das Ploppen vom Deckel ?
Nach einem Löffelchen Früchte stellt sich auch noch der Bömmel ein und " Nu, stelle mer
uns ma janz dumm und backen ene Weihnachtsguchen im Jlaas.."


Aber das ist schon ein neuer Post !


Bis dahin : Nicht soviel naschen und auch für Rumtöpfe gilt :
" Jäder nor einen wönzigen Schlock!"